Definition Was ist SQL?

Von MiR 2 min Lesedauer

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Bei SQL (engl.: Structured Query Language) handelt es sich um eine spezielle Datenbanksprache. Mit ihrer Hilfe lassen sich Datenstrukturen in relationalen Datenbanken definieren und Datenbestände abfragen sowie bearbeiten.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
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Structured Query Language kann in die deutsche Sprache als "Strukturierte Abfrage-Sprache" übersetzt werden. Entwickelt wurde die Datenbanksprache bereits in den 1970er Jahren unter dem Namen SEQUEL von Donald D. Chamberlin, Raymond F. Boyce und Edgar F. Codd.

Ursprünglich diente die Programmiersprache dabei als Tool für die Arbeit mit IBM-Datenbanksystemen. Die Umbenennung in SQL erfolgte erst später. Das Kürzel SQL verweist dabei auf das englische Wort „query“, das sich in das deutsche Wort „Abfrage“ übersetzen lässt.

Englische Umgangssprache und relationale Algebra als Basis

Im Laufe der Zeit wurde SQL dann zu einem Industriestandard für den Zugriff und das Bearbeiten von Datenmaterial. Die Syntax der Sprache ist vergleichsweise simpel strukturiert und orientiert sich semantisch an der englischen Umgangssprache. Als grundlegende Basis nutzt Structured Query Language die relationale Algebra. Die vom jeweiligen Nutzer abgefragten Daten werden meistens in der Form einer Tabelle dargestellt, bearbeitet und entsprechend weiterverwendet.

Dies sind typische Anwendungsszenarien von SQL in Datenbanken:

  • Tabellen und Schemas erstellen, zwecks Speicherung in der Datenbank.
  • Daten in eine bereits bestehende Tabelle einfügen.
  • Auswählen und Abfragen von Datenbankdaten aus einer Tabelle.
  • Aktualisieren von Daten in einer vorhandenen Tabelle.
  • Löschen von Daten aus Tabellen oder Schemas.
  • Komplexe Abfragen mit mehreren Gruppierungen, Filtern und Tabellen sind ebenfalls möglich.

Effektiver und effizienter Zugriff auf Daten

SQL ist mit vielen Datenbanksystemen, wie zum Beispiel Microsoft SQL Server, Oracle, MySQL oder auch PostgreSQL kompatibel. Das erhöht die möglichen Einsatz- und Anwendungsszenarien von SQL. Für Datenanalysten, Systemadministrator, Softwareentwickler und andere Berufsgruppen, die mit Datenbanken arbeiten, stellt SQL ein essenzielles Tool dar. Es erlaubt den jeweiligen Anwendern, sowohl effektiver als auch effizienter auf Daten zuzugreifen und diese anschließend gezielt zu manipulieren beziehungsweise zu bearbeiten. Entscheidend für die Vorgehensweise ist die richtige Anwendungsweise der jeweils erforderlichen Befehle, die sich in fünf verschiedene Kategorien unterteilen lassen.

Diese Aufgliederung der SQL-Befehle hat sich etabliert:

  • Data Definition Language (DDL): Hier sind alle Befehle zusammengefasst, die sich mit der Definition des Datenbankschemas befassen. Dazu zählen Befehle zur Definition von Primärschlüsseln und Fremdschlüsseln sowie Kommandos zum Erstellen, Verändern und Löschen von Daten beziehungsweise Datenbanktabellen.
  • Data Manipulation Language (DML): Diese Kategorie umfasst alle Befehle zum Ändern, Einfügen und Löschen von Datensätzen (hier: Datenmanipulation). Zudem beinhaltet die Kategorie die Anweisung zum lesenden Zugriff.
  • Data Query Language (DQL): Im Grunde genommen handelt es sich hierbei um eine Unterkategorie der DML, denn die DQL erlaubt Abfrage- und Aufbereitungsbefehle hinsichtlich der gesuchten Informationen.
  • Transaction Control Language (TCL): Im Fokus dieser Kategorie stehen Befehle für die Transaktionskontrolle.
  • Data Control Language (DCL): In dieser Kategorie sind die Befehle für die Rechteverwaltung zusammengefasst.

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